Unser Projekte. . . Kunsthandwerk aus Messing
 

Erhältlich sind folgende Objekte:

Handwerk mit Tradition

Die Jahrtausende alte Kunst des Messinggießens, wird in Chotanagpur von den zur unberührbaren Dalitkaste gehörenden Malhars am Leben erhalten. Traditionell arbeiteten sie für die Adivasi (Ureinwohner). In erster Linie stellten sie Pailas her, Messinggefäße, die auf den Dorfmärkten zum Abmessen von Reis und Hülsenfrüchten auch heute noch benutzt werden. Darüber hinaus produzieren die Malhars dekorative Gegenstände, wie zum Beispiel kleine Gefäße zum Aufbewahren von Gewürzen oder Öllämpchen und Kerzenhalter.

Die Technik

Bei der traditionellen Technik wird zunächst ein Kern aus Lehm und Kuhmist gefertigt. Anschließend wird Wachs mit Öl aufgekocht, bis es eine lakritzähnliche Konsistenz annimmt. Daraus wird die spätere Form gebildet und auf den Lehmkern aufgetragen, wobei Verzierungen mit der Hand separat gedreht und aufgelegt werden. Der Messinggießer überzieht die fertige Form mit einem Lehmbrei. Er lässt oben eine Öffnung, auf die er einen mit Altmessing gefüllten Trichter setzt. Nachdem alles getrocknet ist, wird die Form zum eigentlichen Gießen in einen einfachen Lehmofen gestellt. Das Wachs schmilzt und läuft aus, und hinterlässt so einen Holraum, in den das ebenfalls geschmolzene Messing fließen kann. Nach dem Erkalten wird die  äußere Lehmform vorsichtig abgeklopft und der schwarze Belag auf dem Metall herunter geschliffen.

Lebensumstände

Früher zogen die Messinggießer von Dorf zu Dorf, um ihre Dienste anzubieten. Heute leben sie zumeist in so genannten Indrawas, einfachen Häusern an Stadträndern, die Indira Gandhi in ganz Indien einführte und die von der Regierung kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Handel und Export

Die Zusammenarbeit mit der Chotanagpurgruppe ergab sich durch persönlichen Kontakt und gestaltet sich bereits seit den 1970er Jahren erfolgreich. Von Anfang an wurden die Pailas und die Figuren mit Hilfe der zum Selbstkostenpreis arbeitenden Bihar State Corporation exportiert und so ein kommerzieller Zwischenhandel ausgeschlossen. Auf dem indischen Markt läuft der Verkauf der Messingwaren sehr schlecht, da immer häufiger Waagen die Pailas auf den Märkten ersetzen. Aufgrund der aufwendigen Technik ist es schwierig, andere Gebrauchs- oder Industriegegenstände zu entwickeln. Durch den Export über die Chotanagpurgruppe, haben heute etwa zwanzig Familien ein Grundeinkommen, dass ihnen größere Not erspart.

 
 


 
| start | oben |
©2012 Chotanagpurgruppe, Deutschland