Unser Projekte. . . Kaschmir – die blutende Schönheitskönigin
 

Das Land

Kaschmir ist heute in Europa vor allem für blutige Zusammenstöße von Guerillakämpfern mit dem indischen Militär bekannt. Der grausame Konflikt hat vergessen lassen, dass Kaschmir einst eine der reichsten Regionen Indiens war. Dank einer atemberaubenden Landschaft aus Bergen und Seen, in der ein angenehmes Klima herrscht, war die Provinz in der Vergangenheit eine der beliebtesten Urlaubsregionen des Subkontinents. Traurige Hotelruinen erinnern noch heute an fröhlichere Zeiten.

Der Konflikt

Jahrelang hatten die Briten eine Politik des „divide et impera“ (teile und herrschen) betrieben. Als in den 1940er Jahren Indiens Unabhängigkeit näher rückte, brachen die Spannungen zwischen der muslimischen und der hinduistischen Bevölkerung offen aus. Es entstand die Idee eines eigenen Staates für die muslimische Bevölkerung. Dass dieses keine friedliche Lösung war zeigte sich sofort. Schon am 15. August 1947, als in Delhi und Karachi die Unabhängigkeitsfeiern stattfanden, hatten in den Grenzregionen des Panjab bereits grauenhafte Massaker begonnen. Die Opferzahlen dieses Konflikts gehen in die hunderttausende.

Unter den Flüchtlingen auf beiden Seiten, deren Zahl auf 12 Mio geschätzt wird, herrschte noch jahrelang großes Elend. Die Briten hatten jedoch nie den gesamten Subkontinent unter ihre Kontrolle gebracht. Es gab bis zum Schluss einzelne Gebiete, in denen einheimische Fürsten regierten. Dieses mussten sich am Tag der Unabhängigkeit entscheiden, ob sie zu Indien oder Pakistan gören wollten. In Kaschmir war die besondere Situation, dass der Herrscher ein Hindu war, die Mehrheit der Bevölkerung aber Muslime. Der Herrscher entschied sich für Indien, was bei vielen Untertanen zu Unmut führte. Kriege zwischen Pakistan und Indien haben nicht zur Lösung des Problems beitragen können. Indien will die Region nicht aufgeben, auch nicht in einen unabhängigen Staat, weil es befürchtet, dass dieses Beispiel Schule machen könnte. Andere Provinzen könnten auch die Unabhängigkeit anstreben, was zu einer konfliktreichen Balkanisierung des Subkontinents führen würde. Die Leidtragenden einer von Anfang an schlecht durchdachten Politik von oben sind die kleinen Leute, die hart um ihren Lebensunterhalt kämpfen müssen.

Das Projekt

Die Papiermachéhandwerker sind in keiner Genossenschaft zusammengeschlossen. Faitre Handels-Organisationen wie die EMA helfen Aufträge zu akquirieren, die dann an einzelne Handwerker verteilt werden. Verkauft werden die Papiermachéprodukte sowohl auf dem heimischen Markt wie auch im Ausland.

 

 
 


 
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